„Draußen bleiben“ – Film und Gespräch mit dem Regisseur

Filmbild: Suli und Valentina © Pelle Film

Im Rahmen der Antirassistischen Aktionswoche 2012 zeigt die Heinrich-Böll-Stiftung MV den Dokumentarfilm „Draußen Bleiben“ am Dienstag, den 27. März 2012 um 19 Uhr im Rostocker Lichtspieltheater Wundervoll, Maßmannstraße 14.

Der Regisseur Andreas Riedel wird im Anschluss an die Filmvorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen.
Riedel erzählt in seinem Film von der Freundschaft zweier Flüchtlingsmädchen, von der aus dem Kosovo stammenden 16-jährigen Valentina und der ein Jahr älteren Uigurin Suli. Beide haben sich in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft kennen gelernt. Während Valentina als Fünfjährige mit ihrer Mutter und ihrem Bruder aus dem Kosovo nach Deutschland floh und ständig in der Ungewissheit eines ungeklärten Aufenthaltsstatus bisher vergeblich auf Asyl wartet, wurde Freundin Suli mit ihren Angehörigen nach der Flucht aus China rasch als politischer Flüchtling anerkannt. Bereits seit einer Weile lebt sie in einer eigenen Wohnung. Draußen fühlen sich die beiden Freundinnen frei – in der Anonymität der Stadt, wo sie nicht dem Einfluss der Brüder, Eltern, Lehrern oder Behörden ausgesetzt sind. Straßenfußball und Mädchengang bestimmen den Alltag, in dem Valentina bereits straffällig geworden ist.
Über ein Jahr lang hat Regisseur Alexander Riedel mit seinem Kameramann Martin Farkas immer wieder die beiden jungen Frauen und ihr Umfeld begleitet. Entstanden sind Kinobilder von visueller Prägnanz, die auf eine authentische, unmittelbare Darstellung ohne Kommentare oder Interview-Dialoge setzen und dennoch die wesentlichen persönlichen und sozialen Aspekte transportieren. Der Film liefert so einen wichtigen Beitrag zum großen brandaktuellen Thema des gesellschaftlichen Lebens von Migranten in Deutschland.