„Das Haus der Erinnerung“ – Das erste große Projekt der „video dance crew“ aus Rostock

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„Eigentlich fanden wir die Baustelle im Peter-Weiss-Haus als Räumlichkeit einfach super interessant und inspirierend. Wir wollten sie dafür nutzen, um Tanz und Video miteinander zu verbinden. Das Medium Film schien uns auch aus dem Grunde interessant, weil es ziemlich schwer und aufwendig gewesen wäre eine Performance auf einer Baustelle zu machen und Zuschauer dort hin zu bekommen.“ – So Larissa Potapov, Cutterin und video dance crew – Mitglied im Interview mit rok-tv.

Die Idee, das Projekt dort zu starten hatten Natalie Brockmann und Larissa Potapov zusammen. Bis zum Schnitt war jedoch noch völlig unklar, wie die einzelnen Szenen alle miteinander in Verbindung gebracht werden sollen. Das Projektteam war zunächst relativ planlos an die Sache gegangen. Jeder konnte selbst entscheiden, wo, er was, machen will. Manches war wirklich vorher choreographiert, einiges aber auch improvisiert. Die Verbindung von Film und Tanz war in dieser Form das erste Projekt der „video dance crew“, deren meisten Mitglieder im Hauptberuf Tänzer von der Tanzcompagnie des Volkstheaters sind. Das Projekt als solches ist jedoch völlig in Eigeninitiative und gänzlich unabhängig vom Volkstheater entstanden, berichtet die junge Tänzerin und nunmehr auch Filmemacherin.

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Die Tänzerinnen und Tänzer führten sozusagen gemeinschaftlich Regie, führten selbst die Kamera und arbeiteten für die Umsetzung des Films mit erfahrenen und kreativen Köpfen zusammen. Die Musik stammt von Johann Pätzold als Secret of Elements. Er ist ein Musiker aus Rostock (www.facebook.com/SecretofElementsMusic). Johannes Härtl hat beim choreographischen Konzept mitgewirkt. Er ist in München freier Choreograph und war bereits auch für ein Stück als Gastchoreograph am Volkstheater tätig. Lutz Gruhlke hat das Licht gemacht und arbeitet an der Schaubühne in Berlin.

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Befragt zum Inhalt und zur Intention des Films erzählte Larissa Potapov folgendes: „Ich möchte dem Zuschauer nicht vorschreiben, was er in dem Film zu sehen hat, offene Interpretation also. Ich selbst stelle mir das Haus als Hülle von Erinnerungen von Jemandem vor. In jedem einzelnen Raum existiert eine Erinnerung, die in jeder möglichen Form gespeichert sein kann. Als Bild, als ein bloßes Gefühl, als Geschichte, vielleicht auch als Musik …, und der Betrachter streift in dem Film durch dieses Haus und schaut sich sozusagen seine Erinnerungen noch einmal an. Ziemlich abstrakt….

Der Rostocker Offene Fernsehkanal (rok-tv) bedankt sich bei Larissa Potapov als Vertreterin des gesamten Projektteams für das Interview und freut sich, den Film nun im aktuellen Programm und in der Mediathek einem großen Zuschauerkreis zur Bewunderung darbieten zu können.