Die Kunst „Schiffe (zu) versenken“

Anett Frontzek, Petit Dejeuner 1955 MS Charlesville, 65 x 50 cm, Buntstift auf Papier, 2013

Anett Frontzek, Petit Dejeuner 1955 MS Charlesville, 65 x 50 cm, Buntstift auf Papier, 2013

Die Galerie wolkenbank eröffnet am Samstag 07. Dezember 2013 um 17.00 Uhr ihre Ausstellung Mince pies #4. Die Gruppenausstellung widmet sich seit drei Jahren immer wieder anderen Themen. Für 2013/14 lautet es „Schiffe versenken“.

Nicht zuletzt deutet die Themenwahl auf die Ende Mai vor der polnischen Ostseeküste versunkene „Georg Büchner“ hin, ein Stück Rostocker Kulturgut. Aber auch nicht vergessen und in der Ausstellung aufgegriffen sind die Flüchtlingsdramen, die sich aktuell in der Welt zutragen. Genauso breit gefächert wie die Hintergründe der Thematik, sind die vielen großartigen Künstlerinnen und Künstler, die sich dieses Jahr an der Ausstellung beteiligen. Anett Frontzek, 2013 Stipendiatin im Schleswig-Holstein-Haus in Rostock, schreibt zu ihrer Zeichnung ‚Petit Déjeuner 1955 auf der MS Charlesville‘:„Ob es nur für die Besatzung des Schiffes oder auch für die Reisenden bereit stand, lässt sich der Speisekarte nicht entnehmen. Zumindest wechselte die Speisekarte des im Liniendienst zwischen Belgien und Belgisch-Kongo eingesetzten Schiffes täglich.“

„Schiffe versenken“ ist ein vergnügliches, die Langeweile vertreibendes Spiel, manchmal ein gewaltsamer Akt und in jedem Fall 2013 in Rostock das hollywoodreife Ende eines kulturpolitischen Desasters. Künstlerinnen und Künstler sowie Gäste sind herzlich dazu eingeladen, sich ab dem kommenden Wochenende eigene Eindrücke von der „Kunst Schiffe zu versenken“ zu verschaffen.