Angebote der Heinrich-Böll-Stiftung im März

dr. boniface mabanza

Mo, 02.03.2015, 19.30 Uhr | FRIEDA-Studio, Friedrichstr. 23, Rostock Böll-Montagssalon

Ukraine, Russland und Europa Vortrag und Gespräch
mit Dr. Ludmila Lutz-Auras, Politologin, Universität Rostock

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland spitzt sich immer dramatischer zu. Zunächst war die Annexion der Krim im März 2014 die Antwort der russischen Führung auf die Euromaidan-Revolution im Herbst 2013 auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz. Nach der Entmachtung von Präsident Janukowitsch durch das ukrainische Parlament weitete sich die innenpolitische Krise zu einem Konflikt mit Russland aus. Die Kämpfe zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den prorussischen Separatisten haben in den vergangenen Wochen zugenommen.Ein Jahr nach der Krim-Annexion wollen wir die russische Intervention in der Ukraine analysieren: Wie interpretieren wir diesen Konflikt? Wie wird sich die Krise in der Ukraine entwickeln? Und wie sollte Europa auf die aktuelle Krise reagieren? Zu unserem aktuellen Montagssalon laden wir Sie herzlich ein.

Dr. Ludmila Lutz-Auras, 1981 in Ivano-Frankivsk (Ukraine) geboren, studierte Politikwissenschaft, Slawistik und Neuere Geschichte Europas an der Universität Rostock und der Lomonosov-Universität in Moskau. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Rostock.

Moderation: Johann-Georg Jaeger, MdL B´90/GRÜNE M-V


Di, 17.03.2015, 19 Uhr | FRIEDA-Studio, Friedrichstr. 23, Rostock

Afrika am Drücker. Neues aus dem globalen Süden.
Film und Gespräch mit Dr. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika

Einmischung ist die einzige Möglichkeit realistisch zu bleiben, um den vielen Wirklichkeiten Afrikas gerecht zu werden. Einerseits politische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichten, andererseits Armut und anhaltende Konflikte.Kaum jemand kennt die Realitäten Afrikas besser als Dr. Boniface Mabanza. Als einer der führenden Experten für Entwicklungspolitik in Deutschland mischt er sich intensiv in die aktuelle Debatte um die globalen Entwicklungsziele ein. 

Welche Perspektiven werden vor Ort diskutiert? Wie sehen die Vorstellungen zivilgesellschaftlicher Akteure im globalen Süden zur Lösung ihrer Probleme aus und was können wir daraus lernen? Was bedeutet nachhaltige Entwicklung im südlichen Afrika und welche Rahmenbedingungen sind nötig? Gibt es derzeit einen wirtschaftlichen „Aufstieg Afrikas“ oder einen „Wirtschaftskolonialismus“?

Der Literaturwissenschaftler, Philosoph und Theologe Dr. Boniface Mabanza ist Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, die Lobby- und Kampagnenarbeit zur sozioökonomischen Gerechtigkeit im südlichen Afrika durchführt. Bis 2013 lehrte er Entwicklungspolitik an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit der GIZ.

Gespräch, Diskussion und Film: Der Preis der Schulden – Die neue Abhängigkeit Afrikas (30 min.)
Moderation: Falk Schlegel (LOHRO-GlobalLokal)
Eine Kooperationsveranstaltung von Radio LOHRO und Heinrich-Böll-Stiftung MV im Rahmen der 12. Antirassistischen Aktionstage 2015.


Do, 19.03.2015, 20 Uhr | andere Buchhandlung, Wismarsche Str. 6/7, Rostock

Buchpremiere mit Christoph Kleemann „Hans im Glück oder Die Reise in den Westen“

»Krebs!« Als der ehemalige Pfarrer Hans-Georg Weber, der eine Landesstelle zur Erforschung der Opposition in der DDR leitet, gegen Ende seines Berufslebens diese Diagnose erhält, entscheidet er sich statt für Operation und Chemo für eine alternative Therapie. In der kleinen Privatklinik in Vierwalden wird seine Erkrankung als ganzheitliche Störung erkannt und biologisch behandelt. Als er beginnt, sich seiner eigenen Lebensgeschichte zu stellen, geraten Glaube und Theologie, Selbstbild und Anspruch, Anerzogenes und Charakterbedingtes in einen reinigenden Strudel, aus dem er gestärkt und hoffnungsvoll hervorgeht. Viele Reisen haben ihn schon in den »Westen« geführt. Nun wird es eine Pilgerreise sein, eine Reise zu den Wurzeln, eine Reise zu sich selbst, bei der er das, was krank macht, hinter sich zu bringen sucht. Er beginnt sein Leben neu zu ordnen. Und erhält eine neue Chance.

Der Autor Christoph Kleemann, geb. 1944 in Meißen, ist studierter Theologe. Bis 1976 war er Gemeindepfarrer und Jugendpfarrer in Sachsen, dann Studentenpfarrer in Rostock. 1989 wurde er Sprecher des NEUEN FORUMS. 1990 bis 1998 war er in kommunalpolitischen Ämtern aktiv. Zuletzt leitete er von 1999 bis 2009 die BStU-Außenstelle Rostock.


Fr, 27.03.2015, 9.30 – 17.30 Uhr | Frieda, Friedrichstr. 23, Rostock

Seminar: Rhetorik

Wie erreiche ich meine Zuhörinnen und Zuhörer? Wie schaffe ich Aufmerksamkeit für meine Belange? Politik ist immer auch Überzeugungsarbeit! Dieses Seminar vermittelt aktuelles Wissen über wirkungsvolle Rhetorik. Die Teilnehmenden lernen, wie sie aus dem Stehgreif und anhand von Stichpunkten Wortbeiträge gestalten können. Sie erfahren außerdem mittels Übungen, wie mit einer guten Rede Menschen bewegt, aufgerüttelt und begeistert werden können. Die Trainerin Sabine Mutumba gibt Anregungen, wie die Teilnehmenden ihre individuellen Charaktereigenschaften rhetorisch besser nutzen können.

Seminarleitung: Sabine Mutumba, Redenberaterin und freie Seminarleiterin, Berlin

Details: Vorrangig richtet sich das Seminar an Personen, die in Vereinen und Initiativen engagiert sind. Es findet statt, sobald acht verbindliche Anmeldungen vorliegen. Der Teilnahmebeitrag beträgt 50,- EUR / 25,- EUR ermäßigt (inkl. Tagungsgetränke und Pausenverpflegung, exkl. Mittagsimbiss). Eine Ermäßigung erhalten Studierende und ALG II-Empfänger*innen.


bis 30.04.2015 | Kleine Interkulturelle Galerie, Waldemarstr. 32, Rostock

Ausstellung „Am Meer: Latakia und Rostock“
Fotografien von Victor Ibrahiem

Latakia ist die einzige große syrische Hafenstadt am Mittelmeer, 50 Kilometer südlich der türkischen Grenze gelegen. Rostock, die einzige Großstadt in Mecklenburg-Vorpommern, liegt bekanntlich an der Ostsee. Victor Ibrahim kam vor dem Krieg nach Deutschland, seit 2013 lebt er in Rostock. Er gehörte der syrisch-katholischen Minderheit in seiner Heimatstadt Latakia an. Vor dem Krieg galt die ca. 400.000 Einwohner zählende Stadt als weltoffen. Gezeigt werden eindrückliche Ansichten dieser beiden Städte. 

Die Ausstellung ist bis 30. April 2015 immer von Montag bis Donnerstag von 9 – 17 Uhr sowie Freitag von 9 – 12 Uhr oder nach Vereinbarung zu sehen. 

in Kooperation mit migra e.V.


 ANKLAM

Fr, 06.03.2014, 19 Uhr | Wahlkreisbüro Ulrike Berger, Burgstraße 9, 17389

Anklam Ausstellungseröffnung „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“

Welche Persönlichkeiten fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Mecklenburg-Vorpommern denken? Uwe Johnson, Ernst Barlach, Otto Lilienthal? Oder Franziska Tiburtius, Marie Bloch und Carola Stern? Diese und andere außergewöhnliche, engagierte und wohl fortschrittliche Frauen werden mit der Ausstellung wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Mit ihrer Biografie, ihren Visionen und ihrer ganz eigenen Geschichte haben sie Mecklenburg-Vorpommern bewegt und unsere Zivilgesellschaft damals und heute geprägt. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 6. März 2015 um 19 Uhr durch die Rostocker Kulturreferentin Viola Harder. 


DUMMERSTORF

So, 08.03.2015, 15 Uhr | Mehrgenerationenhaus Gemeindezentrum, Gustav-Frölich-Allee 20, Dummerstorf 

Ausstellungseröffnung „Frauenwiderstand in der DDR“

In diesem Jahr jährt sich die Deutsche Einheit zum fünfundzwanzigsten Mal. Einen Beitrag zur Friedlichen Revolution, ohne die die Wiedervereinigung nicht denkbar gewesen wäre, hat auch die Widerstandsbewegung von Frauen Ende der 80er Jahre in der DDR geleistet. Die von der Robert-Havemann-Gesellschaft herausgegebene Ausstellung „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre“ erzählt die Geschichte dieser Widerstandsbewegung. Die von Frauen gegründeten Oppositionsgruppen vernetzen sich DDR-weit und suchen mit Protestaktionen die Öffentlichkeit. Sie stellen sich dem SED-Regime entgegen und wehren sich gegen die zunehmende Militarisierung aller Lebensbereiche. Gleichzeitig drängen Umwelt- und Menschenrechtsfragen nach Antworten, die in der DDR scheinbar gewährte Gleichberechtigung wird hinterfragt, Willkür und Repression werden angeprangert.

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung und zu einem Inputvortrag mit der Kulturreferentin Viola Harder ein. Der Eintritt ist frei.


Heinrich-Böll-Stiftung MV in der FRIEDA 23, Friedrichstraße 23 | 18057 Rostock
tel: 0381-4922184 | fax: 0381-4922156