Kunst- und Kulturfestival regio:polis: im Gespräch mit Teresa Trabert vom Kreativsaison e.V.

RegioPolis_LogoIn wenigen Wochen, am 4. Oktober, startet das Kunst- und Kulturfestival regio:polis, das 2013 vom Initiativkreis der Regiopole Rostock ins Leben gerufen wurde. Künstler aus allen Bereichen zeigen in mehr als 40 Einzelveranstaltungen die künstlerische und kulturelle Vielfalt der Region zwischen Rerik und Ribnitz-Damgarten, Krakow am See und Warnemünde. Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Christian Pegel, findet das Festival in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit der dänischen Gemeinde Guldborgsund statt. Wir haben mit Teresa Trabert vom Kreativsaison e.V. gesprochen, die unterstützend in der Organisation mitwirkt und verantwortlich für die Eröffnungsveranstaltung am 4. Oktober 2014 ist.

Kulturhafen: Ein besonderes Augenmerk des regio:polis 2014 liegt auf der Vernetzung zwischen Kunst, Kultur, Wirtschaft und Tourismus. Wie wird dies umgesetzt?
TT: Genau. Nicht nur die Vernetzung unter den Kulturakteuren selbst ist absolut notwendig, sondern eben auch die zur Wirtschaft. Um als Unternehmen einen attraktiven Standortfaktor garantieren zu können ist Kultur ein maßgeblicher Beitrag. Wir schaffen diese Brücke insbesondere durch die Ausrichtung einzelner Veranstaltungen an Wirtschaftsstandorten. So können Sie sich z. B. auf das Musiktheater Fabula Luna aus Siemitz freuen, welches am 5. Oktober um 18 Uhr den Rostocker Hörsaal des Klinikums Südstadt in eine völlig neue Atmosphäre versetzen wird. Auch das Trio Saitenblick taucht in ein eine neue Umgebung ein und lädt am 11. Oktober ab 18:30 Uhr zu einem Akustisch-Visuellen Menü in Tillmann Hahn’s Gasthaus in Kühlungsborn ein.

Kulturhafen: Wie und unter welchen Kriterien wurde das Festival-Programm zusammen gestellt?
TT: Das war gar nicht so einfach. Zunächst war die Überlegung, dem diesjährigen regio:polis ein Thema zu geben und die Teilnahme somit etwas einzugrenzen. Dieser Gedanke wurde dann aber doch wieder verworfen, da das Festival die gesamte Vielfalt der Region darstellen und sowohl Hobby- als auch Berufskünstlern eine Plattform bieten soll. Herausgekommen ist ein bunter Mix, der vom 4.-12. Oktober die Region zu einer großen Kulturbühne macht.

Kulturhafen: Angefangen am 4. Oktober beim Running Vision Day in Rostock. Was hat es damit auf sich?
TT: Der Running Vision Day steht als Eröffnung repräsentativ für die gesamte Festivalwoche des regio:polis und spielt sich ausschließlich in Rostock ab. Ab 12 Uhr kann man uns den gesamten Tag an der Visionszentrale am Kröpeliner Tor antreffen und sich über das regio:polis informieren, Künstlern bei Live-Painting-Sessions auf die Finger schauen oder an ganz persönlichen und kostenfreien Rostockführungen Teilnehmen. Diese führen teilweise auch entlang der kulturellen Highlights des Tages. Freut Euch z. B. auf Status Wo? aus Hamburg, die Opernale aus Sundhagen und Im Not A Band aus Berlin.

Kulturhafen: In einem Aufruf von Euch heißt es „Beteiligungsmöglichkeiten schaffen“, was bedeutet das für Euch?
TT: Uns ist es ganz wichtig, dass Projekte jeglicher Form gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden – egal ob touristische Projekte wie Zu Tisch oder eben kulturelle Veranstaltungen wie der Running Vision Day. Wenn die Menschen mit einbezogen werden und ihren Teil beitragen, können sie sich auch damit identifizieren und kommen in Austausch mit Gästen der Region. Mit diesem Aufruf haben wir den Menschen die Möglichkeit gegeben, auch den Runing Vision Day mitzugestalten. Der Event maler:musik des neuen Rostocker Co-Working-Spaces projekt:raum ist ein daraus entstandenes Ergebnis.

Kulturhafen: Wie sind die weiteren Pläne für das regio:polis
TT: Zwar wurden mit dem regio:polis bereits erste Impulse der Verknüpfung von Wirtschaft, Kultur und Tourismus gesetzt, diese sind aber auf jeden Fall noch ausbaufähig. Die Pläne für das nächste regio:polis sind noch offen, aber es wurden in diesem Jahr weitere Grundsteine für eine Veranstaltung gelegt, die die Region Rostock sichtbarer macht und ein wechselseitiges Zusammenwirken von Stadt und Region ermöglicht.

Kulturhafen: Vielen Dank und gutes Gelingen für das regio:polis 2014.

Informationen und Programm zum Running Vision Days gibt es hier. Information und Programm zum gesamten regio:polis gibt es unter www.regio-polis.de.