„Wenn aus Punkten Worte werden“ – Blindenschrift erleben mit Uwe Boysen

Uwe Boysen
Foto: © Reiner Mnich

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands e.V. (DBSV) wird Uwe Boysen mit den Fingern aus Peter Weiss autobiografischer Erzählung „Abschied von den Eltern“ sowie aus Umberto Ecos „Streichholzbriefen“ lesen.

Lesen gehört nicht nur für begeisterte Leseratten zum Alltag, es ist auch eine Voraussetzung zur Orientierung und Teilhabe in unserer Gesellschaft. Doch wie finden sich blinde Menschen zurecht und vor allem: Wie lesen sie? Vor gut 200 Jahren wurde der Franzose Louis Braille geboren. Er erfand, im Alter von gerade einmal 16 Jahren, die Punktschrift. Die Blindenschrift von Braille ist heute genauso aktuell wie zu Zeiten ihrer Erfindung. Sie ermöglicht blinden Menschen den Zugang zu Bildung, bringt ihnen Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die Veranstaltung soll Blindenschrift für Interessierte, die bisher mit ihr nicht in Berührung gekommen sind, erfahrbar machen, aber auch Betroffene motivieren, sich dieser phantastischen Erfindung zu nähern.

Uwe Boysen, 64, ist pensionierter Richter und erlernte die Blindenschrift im Alter von 6 Jahren. Sie hat ihn im Berufs- wie Privatleben begleitet. Der gebürtige Kieler hat Rechts- und Sozialwissenschaften studiert und lebt in Bremen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS), Blinden- und Sehbehindertenverein Rostock und Literaturhaus Rostock

Dienstag, 20. März 2012, 17.30 Uhr
Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Eintritt frei
Weitere Informationen / Kontakt: Literaturhaus Rostock, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock,
Tel.: 0381-4925581, info(at)literaturhaus-rostock.de / www.literaturhaus-rostock.de