Lukas Rauchstein „Der goldene Füller“

Lukas Rauchstein

Nach seinem Interwiev in der Yachthafenresidenz Hohe Düne fuhr Lukas Rauchstein gestern mit einer Stretchlimo bei Holy Pizza in der Wismarschen Strasse vor. Dort präsentierte der Protagonist seine Single „Der goldene Füller“ den geladenen Gästen. Zugleich erscheint die neue Single, als digital Download bei einschlägigen Portalen, wie iTunes, Musicload oder Amazon.

holy

„Der goldene Füller“ ist das Stoßgebet des Musikers, das Mantra
aller Künstler „Ich schreibe die schönsten Lieder auf der ganzen
Welt, die müssen sich jetzt nur noch gut verkaufen“ – wer
Leidenschaft kennt, kann da mitsingen. Musikalisch gesehen haben
wir es mit einer explosiven Mischung aus Songwriterhymne und
Rockchanson zu tun. Bei der Auswahl der Musiker hat Rauchstein
ganze Arbeit geleistet: Die Band spielt Stadionrock in der
Garage. Der Song geht ins Ohr und in die Beine und bleibt auch da – soviel
ist sicher.

Natürlich gibt es auch in Zeiten der Digitalisierung mit dem
Song „Possenreißer nur“ eine B-Seite. Mit drei Musikern ging
es ins Studio und zum Klavier von Lukas gesellten sich Bass, Gitarre und
Schlagzeug, und die ganze Sache wurde mal so richtig schön.

Die B-Seite „Possenreißer nur“ ist beschwingter Fatalismus, der völlig frei von
nerviger Bescheidenheit leicht mit Arroganz verwechselt wird – was
wiederum dem „Possenreißer“ gleichgültiger nicht sein könnte. „Ich sing euch
meine Lieder, obwohl ihr nichts gerafft“ muss man sich da anhören, während
die eigenen Füße schon wieder merkwürdige Tanzschritte kreieren – man
kann nicht anders. Und so dirigiert Herr Rauchstein den kontrollierten Exzess
und lässt die Puppen tanzen – die an den Instrumenten und die vor der Musikanlage.

single

Lukas Rauchstein lebt und arbeitet als Komponist, Sänger und Autor in der
schönen Hansestadt Rostock. Er pflegt „Wein, Weib und Gesang“, ebenso
wie die leisen Zwischentöne und bewegt sich dabei zwischen Chanson, Pop,
Jazz und Seemansliedern, Satire und Kabarett.
Weltmännisch und aus Mecklenburg? Die Lebenserfahrung eines
50jährigen mit Mitte 20? Elitäre Volksnähe? Was widersprüchlicher
nicht klingen könnte, beschreibt Lukas Rauchstein doch am besten. Bei
seinen Konzerten nimmt man erst artig Platz, ordert dann den Whiskey
und spätestens im Zugabenblock steht man auf der Theke und
verlangt Nachschlag – hauptsächlich von der Mucke versteht sich.
Wenn der Hafenarbeiter mit dem Professor, die Deutschlehrerin mit
der Kellnerin und die Musik mit dem Publikum Brüderschaft getrunken
haben, dann und erst dann gehen solche Abende zur Neige. Lukas
Rauchstein dichtet für den Texter in Dir, begreift die Wissenschaft der
Popmusik als hohe Kunst und jagt auf der Bühne seine Klugscheißerbrille durch
die Konfettikanone. Wer das wieder zu widersprüchlich
findet, hat nur einen Grund mehr, ihm zuzuhören.