Die März-Highlights im Volkstheater Rostock

Matrosen Mädchen

Matrosen, Mädchen, Ringelnatz
Premiere 7. März, 19:30 Uhr, Kleine Komödie Warnemünde

Figurentheater Pinocchio
Premiere 19. März. 10:00 Uhr, Heck

Szenen einer Ehe
Premiere 21. März, 19.30 Uhr, Maschinenraum

Der zerbrochne Krug
Premiere 27. März, 19:30 Uhr, Großer Saal

Matrosen, Mädchen, Ringelnatz
Monatelang war der Soldat Hans Gustav Bötticher während des Ersten Weltkrieges an der Ostseeküste stationiert. „In Warnemünde“, so schrieb er später in seinem autobiografischen Buch „Als Mariner im Kriege“, „ließ sichs gut leben.“ Der angehende Schriftsteller, der sich später das Pseudonym Joachim Ringelnatz zulegt, verbringt im „sauberen, kleinen Warnemünde, wo alle Häuser freundliche Veranden“ haben, manch glücklichen Tag. In Cafés hört er gute Musik. Am Strand flirtet er mit den Schwestern Mucky und Tuly Reemi, „Geigenkünstlerinnen“ aus Mexiko, die ihn zu Konzerten ans Rostocker Theater einladen. Mitunter erzählt er ihnen auch, abends im Strandkorb sitzend, von seinen „Schiffsjungenstreichen in Westindien und Britisch-Honduras“. In den Straßen des kleinen Seeortes ist der Mann bald als lustiger Lebematrose bekannt. Grund genug, dem Erfinder des Seemanns Kuttel Daddeldu einen eigenen Abend zu widmen – ein hintersinnig heiter-melancholisches Programm mit drei Schauspielerinnen und dem Rostocker Musiker Christian Kuzio, der Ringelnatz’ Texte einfühlsam vertont.

Aufführungen:

  • Premiere 7. März, 19:30 Uhr
  • Sonntag, 15. März, 18:00 Uhr 
  • Donnerstag, 19. März, 19:30 Uhr
  • Sonntag, 29. März 2015, 18:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Kleine Komödie Warnemünde

Figurentheater Pinocchio
Ein Figurentheaterstück über die Notwendigkeit der Versuchung: Pinocchios „Vater“schafft ein Wesen, das auf der Suche nach dem Glück von Betrüger zu Betrüger irrt. Er will alles, weiß aber nichts. Am Ende werden ihn seine Erfahrungen, sein Leid, seine Angst und seine Freude menschlich machen…Die legendären Abenteuer des Pinocchio sind eingebettet in die Geschichte um einen Puppenspieler, der in seinem Zirkuswagen durch das Land zieht und, begleitet von seinen Figuren, seine Geschichten erzählt. Die Zuschauer begegnen in diesem Stück verschiedenen Bühnenformen: klassische Marionetten werden mit Tischmarionetten und mechanischen Figuren verbunden. Es spielt Karl Huck.

Aufführungen:

  • Premiere 19. März. 10:00 Uhr
  • Freitag, 20. März 2015, 10:00 Uhr
  • Samstag, 21. März, 15:00 Uhr
  • Sonntag, 22. März 2015,15:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Volkstheater Rostock – Heck

Szenen einer Ehe
1973 fegte Ingmar Bergmans TV-Mehrteiler Szenen einer Ehe Schwedens Straßen leer. Auch die Kinoversion wurde ein internationaler Erfolg und der Titel geradezu sprichwörtlich. Das Psychogramm des scheinbaren Musterpaares Johan und Marianne spiegelt Fragen über die Möglichkeiten des glücklichen Zusammenlebens einer ganzen Generation wider. Worum es geht, ist fast jedem aus eigener Erfahrung bekannt. Während das Zusammenleben die Liebe austrocknet und sich auf die Organisation des Alltags reduziert, verrinnt die Zeit des Lebens. Schuldgefühle gehen mit Sehnsüchten Hand in Hand. Das kann man sich einander bald wunderbar zum Vorwurf machen. In besseren Tagen angehäuftes Vertrauen entpuppt sich in schlechteren als reich bestücktes Waffenarsenal. Die Intimität der Partnerschaft ist nun nicht mehr der Brennstoff, aus dem die Flammen der Liebe schlagen. Es lodern längst jene des Hasses.

Aufführungen:

  • Premiere 21. März, 19.30 Uhr
    Veranstaltungsort: Maschinenraum

Der zerbrochene Krug
Dorfrichter Adam sitzt einer Gerichtsverhandlung vor, deren Fall er selbst verursacht hat, was er nun unter allen Umständen zu vertuschen sucht. Als eines der meistgespielten Stücke ist Kleists Lustspiel längst echtes Volkstheater-Gut geworden. In der Rostocker Inszenierung – unter der Regie von Intendant Sewan Latchinian – wird Schauspiel mit Figurentheater verbunden. Und so erwacht in den Händen des Impresarios der Puppenbühne, Karl Huck, ein holzköpfiger Dorfrichter auf der Bühne des Vorderdecks allmählich zum Leben.

Aufführungen:

  • Premiere 21. März, 19.30 Uhr
    Veranstaltungsort: Großer Saal