Das Märzprogramm im Literaturhaus

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Gregor Sander: Was gewesen wäre 
Di, 10. März 2015, 19.30 Uhr

Die wundersame Wirkung der Literatur
Di, 17. März 2015, 19.30 Uhr

Filmpremiere: Max & Moritz. Die unglaubliche Geschichte eines Kinderbuchs
Di, 24. März 2015, 19.30 Uhr

Axel Hacke: „Das kolumnistische Manifest“
Do, 26. März 2015, 20.00 Uhr

Junges Literaturhaus: Reggaehase Boooo und der gute Ton
Sa, 28. März 2015, 10.00 Uhr

Di, 10. März, 19.30 Uhr, Literaturhaus Rostock
Gregor Sander: Was gewesen wäre
Lesung und Gespräch in der Reihe „Kempowski & Kollegen“

Moderation: Ernst-Jürgen Walberg

Was wäre gewesen, wenn man im Leben einen anderen Abzweig genommen hätte? Diese Frage stellt sich Gregor Sander und erzählt die Geschichte von den uneingelösten Möglichkeiten, von der Jugendzeit in der DDR und der großen, unerfüllten Liebe in seinem gewohnt charmant-spröden Stil. Von einem Künstler-Sommerfest vor der Wende bis hin zu einem Wochenende in einem Luxushotel in Budapest 2012, verschränkt Gregor Sander gekonnt mehrere Zeitebenen und Orte, verbindet dabei die 80er Jahre in Neubrandenburg, die Vorwendezeit in Ostberlin mit dem heutigen Budapest und sorgt zur Freude seiner Leser/innen und Zuhörer/innen für ein bewegendes Kino im Kopf.

»Gregor Sander kann Szenen schreiben, die so plastisch sind, dass man in ihnen spazieren gehen kann.« (Dirk Knipphals, Deutschlandradio Kultur, 07.02.2014)

Eintritt: 7,00 € / 5,00 €*

*Ermäßigung für Schüler/innen, Studierende und Mitglieder im Literaturhaus-Verein


Di, 17. März 2015, 19.30 Uhr, Literaturhaus Rostock
Die wundersame Wirkung der Literatur
Im Gespräch mit Andrea Gerk (WDR)

Was macht den Reiz des Bücherlesens aus? Geschichten und Gedichte können eine magische Kraft, die uns im Innersten berührt, auslösen. Jeder Leser hat das selbst schon einmal erfahren: in der von Weltschmerz geschwängerten Pubertät, in der tote Dichter einen besser zu verstehen scheinen als die lebenden Eltern, oder in jenen Augenblicken, in denen zwei Buchdeckel Schutz vor dem bedrohlichen Alltag bieten. 

Aber wie funktioniert diese rezeptfreie Medizin, die schon Doktor Erich Kästner in seiner Lyrischen Hausapotheke gegen die kleinen und großen Schwierigkeiten der Existenz verordnete? Und wie kommt es, dass wir – wie Nabokov es formulierte – zwar »mit dem Kopf lesen«, aber dabei »künstlerisches Entzücken zwischen den Schulterblättern« empfinden?

Andrea Gerk hat in ihrem neuen Buch „Lesen als Medizin. Die wundersame Wirkung der Literatur“ Antworten gesucht: im Krankenhaus, im Kloster und im Gefängnis. Sie hat sich von Bibliotherapeuten Romane „verschreiben“ und beim Lesen von Gedichten ihr Gehirn von Neurowissenschaftlern analysieren lassen. Sie hat Schriftsteller befragt und unzählige Bücher gewälzt. Im Gespräch mit der WDR-Moderatorin, Literatur- und Theaterkritikerin Andrea Gerk möchten wir der geheimnisvollen Wirkung des Lesens auf die Spur kommen und mit dem Publikum die Zukunft des Lesens in einer zunehmend digitalisierten und beschleunigten Gesellschaft diskutieren.

 Eintritt: 7,00 € / 5,00 €*

*Ermäßigung für Schüler/innen, Studierende und Mitglieder im Literaturhaus-Verein


Di, 24. März 2015, 19.30 Uhr, Literaturhaus Rostock
ARTE-Filmpremiere: Max & Moritz. Die unglaubliche Geschichte eines Kinderbuchs
Filmvorführung zum 150. Jahrestag von Wilhelm Buschs „Max & Moritz“

ARTE/RBB 2015



Sie haben Generationen von Kindern mit ihren Streichen begeistert und sind auch heute noch bekannt wie eh und je: Max und Moritz. Ihr Erschaffer Wilhelm Busch gilt als Urvater des Comics, die Geschichte der beiden ist eines der meistverkauften Kinderbücher aller Zeiten. Bis heute wurde es in 300 Sprachen und Dialekte übertragen. 
In diesem Jahr jährt sich die Veröffentlichung des bekannten Bilderbuchs zum 150. Mal – Anlass um einmal genauer auf die beiden Lausbuben zu blicken. Sind sie heute immer noch so beliebt wie damals? Was erklärt den großen Erfolg des Buchs? Und welchen pädagogischen Wert haben die Geschichten rund um die Missetaten der Zwei?


Filmisch angelehnt an die sieben Streiche von Max und Moritz übertragen Zeichner, Poetry Slammer, Trickfilmstudenten, Kinder, Pädagogen und Kuratoren die Bilder, Reime und Motive aus dem Buch ins Heute. Auch Cornelia Funke, Hella von Sinnen, Gregory Gysi, Ulrich Matthes und viele andere kommen zu Wort, erzählen von ihrer ersten Begegnung mit Max und Moritz und erinnern sich an ihre eigenen Streiche. 
Parallel blickt die Dokumentation auf den genialen Humoristen und Pessimisten Wilhelm Busch. Sieben animierte Szenen zeigen Lebensstationen des wohl meistgelesenen deutschen Dichters, der sich selbst nur äußerst ungern zu seiner Person äußerte und sich dem Rummel um ihn entzog. Die Diskrepanz zwischen der teils komischen, teils brutalen, aber immer turbulenten Bildergeschichte und den wenig glamourösen Lebensstationen von Wilhelm Busch, der sich auf’s Land zurückzog, sorgt für eine ganz besondere Spannung.

Ausstrahlung auf ARTE: Ostersonntag, 5.4.2015, 16.50 Uhr

Eintritt: frei


Do, 26. März 2015, 20.00 Uhr, Literaturhaus Rostock
Axel Hacke „Das kolumnistische Manifest“
Das Beste aus 1001 Kolumnen



Zeit für ein Kolumnistisches Manifest, für das Beste vom Besten, einer unverwechselbar spielerisch leichten Welt- und Zeitbetrachtung voller Charme, Heiterkeit und Melancholie: ein Manifest des Alltags, wie man ihn kennt, aber so noch nicht gesehen hat. Ein Manifest der Sprache, die hier in ihren schönsten Seltsamkeiten gefeiert wird, ein Manifest für Ratsuchende (sei es in Erziehungs- oder Beziehungsfragen), ein Manifest der skurrilsten Verhörer, ein Manifest des Besten aus aller Welt und über alles in der Welt von Heino bis Putin: Nichts hat „der große Unermüdliche“ (Die Zeit) ausgelassen, wenn es nur Gelegenheit bot, zu spotten, zu grübeln und zu lächeln.

Axel Hackes Aufgabe war und ist es „aus dem Schweren etwas Leichtes zu machen“. Jede seiner Lesungen ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Und sicher ist nur jener Rat, den der Norddeutsche Rundfunk einmal dem Publikum gab: „Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden.“

Eintritt: Vorverkauf: 19,00 €
 / Abendkasse: 24,00 €

Kartenvorverkauf im Café Marat im Peter-Weiss-Haus und in der anderen buchhandlung am Doberaner Platz


Sa, 28. März 2015, 10.00 Uhr, Literaturhaus Rostock
Junges Literaturhaus: 
Reggaehase Boooo und der gute Ton

Puppentheater und Konzert mit Yellow Umbrella

Reggaehase Boooo und seine Freunde stehen wiedermal vor einem großen Abenteuer. Alles beginnt als Boooo, Herbie Heuler und Peter Fuchs gerade im Proberaum sind und mit ihrer neuen Band SAAAT einen ersten Song proben: „Wir sind SAAAT und wir essen Salat, gern auch Erbsen und Möhren und gesunden Spinat.“ Plötzlich zieht eine schwarze Wolke über den Reggaewald und alle, die mit ihr in Berührung kommen, schlafen sofort ein. Nur Boooo, Herbie und Peter bleiben wach! Wie können sie die ganzen Bewohner des Reggaewaldes wieder aufwecken? Der mystische Skavogel gibt ihnen den Tipp, die allwissenden Plapperschlangen zu fragen. Schließlich bekommen sie den entscheidenden Hinweis: Boooo und Peter müssen den guten Ton finden! Aber wie und wo?

Die Dresdner Reggaeband Yellow Umbrella bringt Groß und Klein zum Tanzen. „Reggaehase Boooo und der gute Ton“ ist bereits das dritte Buch mit CD, das im Verlag Voland & Quist erschienen ist. 

Eintritt: Kinder unter 6 Jahren: frei /  Kinder ab 6 Jahren: 3,00 € / Erwachsene: 6,00 € / Spendenfreudige Reggaehasen: 10,00 €


Kartenreservierung auf der Webseite: www.literaturhaus-rostock.de
Ort: Literaturhaus Rostock, im Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock