„scanning“ – Tanztheaterstück kommt letztmalig zur Aufführung

„scanning“ – Tanztheaterstück kommt letztmalig zur Aufführung

Nach sehr erfolgreichem „Festival-Hopping“ wird das Tanztheaterstück „scanning“ aus den tanzland-studios nocheinmal in Rostock zu sehen sein.

Den Zuschauer erwartet zu den Aufführungen am 27. und 28. November 2011, jeweils 19.00 Uhr im Peter-Weiss-Haus Rostock ein spannungsgeladenes, temporeiches Stück mit mal magischen, dann wieder witzigen und herausfordernden Tanzbildern und beschreibt Verstrickungen zwischen dem Streben nach Sicherheit und grenzenloser Freiheit.

Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse im Peter-Weiss-Haus. Weitere Informationen: www.tanzland-rostock.de

Ist jemand, der eine interessante Person länger als zwei Sekunden betrachtet, ein Scanner? …Kommt auf die Auflösung an. Denn wir wollen es immer genauer wissen; Neugier ist natürliches Streben und ein starker, stimulierender Antrieb, der den Menschen bis zum Mond brachte.

Neugier ist das zentrale Thema der neuen Tanzproduktion aus den „tanzland-studios“ Rostock. So wundert es nicht, dass das Stück mit einer Reise beginnt. Nicht auf den Mond, aber ein paar Kilometer weiter weg. Eine Reise ist eine schöne Sache. Sie gerät allerdings relativ schnell zur Strapaze. Die Reisenden werden sortiert, gebündelt und wieder verteilt, Durchsagen dirigieren die Protagonisten in sichere Bahnen. Das nimmt durchaus skurrile Züge an, als ein herrenloser Koffer im Raum steht. Stehenden Fußes schlägt ein tief sitzender „Kofferkomplex“ durch. Und hier beginnen die Probleme: Neugier kontra Sicherheit…

Eine andere Szene. Unsere schöne neue Welt – gemeint sind die bequemen Kommunikationsmöglichkeiten via Wellen durch die Luft, selbst vom Klo aus. Mit Neugier werden alle Register technischer Errungenschaften genutzt. Anfangs als tolle Handhabe dargestellt, verkommt sie zu einem genialen Instrument. Für Andere mit besonderen, speziellen Interessen. Ziel: die Kontrolle unserer Hirne.

Auch in den Folgeszenen riecht und schmeckt es ein wenig nach George Orwell. Kontrolle der Menschen und Medien, des gesamten gesellschaftlichen Lebens bis ins Private durch einen undurchsichtigen (unsichtbaren) Apparat, inklusive Erziehung zu willfährigen Patrioten, die mehr Angst als Vaterlandsliebe haben sollen.

Das Tanzstück „scanning“ beschreibt mit eindringlichen, mal witzigen, dann wieder magischen und herausfordernden Bildern, Verstrickungen zwischen dem Streben nach Sicherheit und grenzenloser Freiheit.