Di., 07. Sept. | Lesung

Alex Osang

Von New York nach St. Petersburg zurück in die DDR
Anmeldung abgeschlossen
Alex Osang

ORT & ZEIT

07. Sept., 19:00
Lesung, Warnowufer 55, 18057 Rostock, Deutschland

Über die Veranstaltung

Alexander Osang – Fast hell Lesung Alles ist genauso passiert, soweit ich mich erinnere … Von New York nach St. Petersburg zurück in die DDR oder Wie aus einer Reportage für den SPIEGEL nicht mehr als ein Buch wurde: ALEXANDER OSANG stellt seinen neuen Roman „Fast hell“ vor. Eigentlich sollte er zum 30. Jahrestag des Mauerfalls eine Reportage über den „rätselhaften Ostdeutschen“ machen, möglichst ein Porträt über Angela Merkel, aber er dachte gleich an Uwe. Uwe kannte er aus New York, aus der kleinen ostdeutschen Gemeinde dort – in der Fremde kommt zusammen, was sich daheim kaum begegnet, der ihn plötzlich in Tel Aviv besucht hat, und nun ausgerechnet wieder in Berlin war. Er fährt mit ihm und seiner Mutter per Schiff nach St. Petersburg, es wird eine seltsame Reise durch Raum und Zeit, auf der er Uwe kennenlernen und über ihn schreiben will. Uwe stammt aus Biesdorf in Ostberlin, hat nun ein Haus in Spanish Harlem und verbringt seine Sommer auf Fire Island in einem Bungalow mit zwei pensionierten Tänzern des Bolschoi-Balletts. Vier weiße Nächte verbringen sie zusammen auf der Fähre nach und in St. Petersburg. Uwe erzählt, dass er für die Stasi gearbeitet hat, dass er schwul ist, Autos in Hongkong geschmuggelt hat und noch vieles andere gemacht hat, was keiner mehr nachvollziehen kann. Deswegen wird die Reportage gekippt und dieses Buch entsteht, denn ungewöhnliche Biografien passen nicht ins Tagesklischee, da muss ein Buch her. „Osang schildert die anderen Leben mit Respekt und viel Humor.“ (arte) „In letzter Konsequenz gelingt Osang etwas Beglückendes: ‚Fast hell‘ wird vom autofiktionalen Reportage-Roman zum Erklärstück über die DDR, erzählt Familiengeschichten und vom Selbstverständnis eines Journalisten ebenso wie von dessen Rastlosigkeit, die erst mit dem ersten Corona-Lockdown zum Stillstand kommt.“ (Der Tagesspiegel) „Osangs Buch steht in einer Reihe literarischer und nichtliterarischer Werke, die ein helleres Licht auf ein Stück deutsche Geschichte werfen – und in dieser Reihe funkelt es.“ (FAZ) „Ein sehr persönliches Buch darüber, wie wir deutsche Geschichte schreiben, damit sie in unser Weltbild passt. Wir seien Charaktere einer großen Erzählung, Täter oder Opfer, Helden oder Schurken. Und Osang versucht in dieser Erzählung seinen Platz zu finden. Ernsthaft und engagiert.“ (Deutschlandfunk Kultur) ALEXANDER OSANG, geboren 1962 in Berlin, studierte in Leipzig und arbeitete nach der Wende als Chefreporter der Berliner Zeitung. Seit 1999 berichtet er als Reporter für den SPIEGEL, acht Jahre lang aus New York, und bis 2020 aus Tel Aviv. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis. Er lebt heute mit seiner Familie in Berlin. Zuletzt erschien von ihm der Roman „Die Leben der Elena Silber“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war. In Kooperation mit die andere buchhandlung www.anderebuchhandlung.de | www.facebook.com/anderebuchhandlung www.aufbau-verlag.de/index.php/fast-hell.html